Artgerechte Kaninchenhaltung

Kaninchen sind sehr soziale Tiere, die in zu zweit oder in Gruppen mit ihren Artgenossen leben – der Mensch oder ein artfremdes Tier wie z. B. ein Meerschweinchen, kann den Partner nicht ersetzen! Wir geben grundsätzlich keine Kaninchen in Einzelhaltung ab.

Die ideale Kombination ist immer ein Kastrat  und ein Weibchen zusammen, oder eine kleinere Gruppe .  Der Rammler  sollte früh genug (zwischen der 10. und 14. Lebenswoche) kastriert werden, u. a. um Nachwuchs zu vermeiden. Aber auch zwei Rammler können dauerhaft zusammenleben. Voraussetzung ist die Frühkastration in der 10. bis 14. Woche - dann verstehen sie sich lebenslang prima.

Weibchen zu zweit oder in Gruppe ohne Kastraten zusammen zu halten ist nicht empfehlenswert, sie sind nach der Geschlechtsreife mit 6-7 Monaten eher unverträglich.

Kaninchen können bis zu 15 Jahre alt werden.

Kaninchen sind keine Spieltiere für Kleinkinder! Es müssen immer Erwachsene die Pflege der Kaninchen mit überwachen.  

Kaninchen müssen täglich viel Auslauf in der Wohnung oder im geschützten Bereich ( Freigehegen) des Gartens bekommen. 

Ernährung 

Gras / Heu

 Heu muss immer unbegrenzt in großen Heuraufen und nur  in guter Qualität angeboten werden. Durch das ständige Heumahlen nutzen sich die Zähne  ab, das ist sehr wichtig, um spät auftretende Zahnfehlstellungen zu vermeiden.. Gutes Heu ist  grünlich, langstielig, nicht staubig und riecht frisch. Wir holen unser Heu direkt von der Alm von einem Biobauer.

Gemüse

Folgende Obst- und Gemüsesorten dürfen an Kaninchen verfüttert werden:

Stangensellerie, rote Bete, Fenchel, Möhren (mit Grün), Sellerieknolle , Petersilienwurzel, Pastinaken, Gurken, verschiedene Salatsorten (selten),  Kürbis, Chicoree, Äpfel, Topinambur., Paprika, frischer Mais mit Blättern und Brokkoli . Neue Sorten sollten langsam angefüttert werden, um Unverträglichkeiten zu vermeiden.

Grünfutter

Unter dem Begriff Grünfutter werden alle grünen Pflanzenteile zusammengefasst. Gemeint sind vor allem Gräser und Kräuter wie Löwenzahn, Spitzwegerich, Kamille, Minze; auch Küchenkräuter wie Oregano, Petersilie, Basilikum, Dille und Melisse; Blumen (mit Blüten) wie Sonnenblumen, Ringelblumen;  und Blätter von Kulturpflanzen die nicht blähen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung der Kaninchen.

Bieten Sie ihren Ninchen ausreichend frische  Gräser, Kräuter  im Sommer täglich an, im Winter werden sie getrocknet verfüttert - sie sind ein wichtiger Protein- und Vitaminlieferant für unsere Kaninchen.

Trockenfutter

Abwechslungsreich ernährte Kaninchen benötigen keine  Fertigfutter!

In Winter in Außenhaltung lebende Kaninchen können zusätzlich auch Trockenfutter(keine Pellets) neben Frischgemüse bekommen. Achten Sie darauf, dass das Futter keine Getreidekörner und keine Melasse/Zucker enthält. Gesundes Trockenfutter sollte aus Gemüse und getrockneten Kräutern und Gemüse  bestehen.

Zweige

Damit sich die Schneidezähne der Kaninchen abnutzen, sollten Zweige zum Knabbern zur Verfügung stehen. Besonders geeignet sind Zweige von Apfelbäumen, Haselnussbäumen, Birnenbäumen, Birken, Erle, Weiden sowie Johannisbeerbüsche, Heidelbeerbüsche.

Wasser

Frisches Wasser sollte immer ausreichend, am besten in Glastrinkflasche. zur freien Verfügung gestellt werden.  

Ausführlichere Informationen finden Sie hier:

http://www.diebrain.de/k-index.html

http://www.kaninchenwiese.de/ 

http://www.vier-pfoten.at/files/Austria/Service/Ratgeber/110824_Ratgeber_Kaninchen_AT.pdf